„Es geht grundsätzlich darum, dass der User von heute kompetenter und emanzipierter ist. Wer angesichts dieser Tatsache immer noch auf Einbahnstraßenkommunikation setzt und seine Werbebotschaften aus TV- oder Printmedien eins zu eins ins Internet überträgt, der hat das Medium nicht verstanden und von dem fühlen sich die Internetnutzer, also letztlich seine Kunden, missverstanden“, so Andrea Schulz, die beim Kongress (Sept. ’06) auf die Einsatzszenarien der Web 2.0-Anwendungen im Unternehmensumfeld einging.

Im Juli 2006 fand im T-Online Forum Darmstadt der Challenging Communications-Kongress zum Thema „Neue Chancen für die Unternehmenskommunikation“ statt und dessen Teilnehmer diskutierten mit Experten aus Wirtschaft, Medien und PR: Film / fischerappelt.de

Das Potenzial von Web 2.0 umstreift lediglich noch die jeweilige Optimierung des Contents/Inhalts der entsprechenden Websites. Es wird jongliert mit Arbeitsweisen zur Kontrolle des Userverhalten, der „Run“ auf die Veröffentlichung der aktuellsten Meldung und natürlich die damit verbundene Positionierung von Marken.
Das sogenannte Viral Marketing schlägt schon heute mit diversen Erfolgen zu Buche, die werbetechnisch unvergleichlich und über dies hinaus sogar kosteneinsparend sein können. Eine Zusammenfassung über Virales Marketing kann man bei Markus Roder nachlesen.

Die Attraktivität vieler Web 2.0-Services besteht darin, dass viele kleine Beiträge ein großes Ganzes entfalten. Wenn ein solcher userbasierter Service erst einmal angeschoben ist, dann kann er buchstäblich zum Selbstläufer werden. Was nach Magie klingt, darf man Netzwerkeffekt nennen. Mit jedem neuen Nutzer steigt der Wert des Produktes. Und da der User „in eigener Sache“ unterwegs ist, dabei in so hohem Maße vom Netzwerkeffekt profitiert, gibt er auch gerne etwas in die Community zurück.

Also sehen wir hier kompetente User und vor allem den daraus resultierenden Effekt. Es ist z.B. mittlerweile ein normaler Weg bei vielen Konsumenten, sich vorab in einer Online-Community seine persönlichen benötigten Informationen einzuholen, um sich einen Überblick der Meinungen und Erfahrungswerte anderer Konsumenten zu verschaffen. Die persönliche Entscheidung des Kunden setzt sich weiterhin aus der eigenen Identität, sowie der jeweiligen Marketing-Strategien der Anbieter zusammen.

Interessant ist jetzt die öffentliche Transparenz eines Produktes im bestehenden Markt.

Sollten prozentual die Mitglieder einer Online-Community z.B., ein zur Disskusion gestelltes Produkt, mit einer eher negativen Erfahrung bewerten… – der User von heute ist kompetenter und emanzipierter!
Denkt bitte daran liebe Agenturen, bevor intern Gras über die Sache wachsen kann.